Team_02 - Leo, Simon

Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann.

Ein Spiel fuer In- und Auslaender.

Leo Peschta, Simon Haefele


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<TAK.> Tag NUMMER Eins und NUMMER Zwei. Aufgabe NUMMER Eins. Team NUMMER Zwei.

Schwierig, schwierig, die Spiele beim schwarzen Fest. Dieses Spiel mit dem rassistischen Titel wird hier zu Thema, es ist der schwarze Mann, der die anderen jagt!

Wer die Spielregeln dieses alten Kinderspiels vergessen haben sollte: Zu beiden Seiten des Spielplatzes werden zwei Markierungslinien abgesteckt. Dazwischen steht in der Mitte des Platzes ein zum schwarzen Mann ernannter Spieler. Die anderen Mitspieler stehen an der Markierung auf der einen Platzseite. Auf den Ruf "Wer hat Angst vorm schwarzen Mann" hin laufen die Spieler ueber die Markierung auf der anderen Seite des Platzes. Dabei m¸ssen sie aufpassen, dass der schwarze Mann sie nicht abschlagen kann. Wer dennoch erwischt wird, ist der Gefangene des schwarzen Mannes und muss bei der n‰chsten Runde versuchen, einige Mitspieler so lange festzuhalten, bis der schwarze Mann sie abgeschlagen hat.

Angst: ºWer hat Angst vorm Schwarzen Mann?´<br>Comic aus der ºKopfwelten´-Ausstellung

ºWer hat Angst vorm Schwarzen Mann?´
Comic aus der ºKopfwelten´-Ausstellung

Anhand dieses Beispiels wollen wir die Problematik von Sozialisierungsprozessen in Gesellschaften thematisieren. Beits im Kindesalter, wird Menschen beigebracht wie sie die Welt zu sehen haben. Spielerisch lernen wir was in der jeweiligen Gesellschaft in der wir aufgezogen werden, gefaehlich ist, was in Ordnung und was nicht.

Der Schwarze Mann, der Auslaender, ist in den Koepfen von vielen der Boese, ein Uebel vor dem wir davonlaufen muessen.

Das Spiel wird inhaltlich umgedreht. Der Grenzschuetzer schluepft in die Rolle des Schwarzen Boesen Mannes. Er versucht Migraten daran zu hindern das von ihm geschuetzte Niemandsland zu ueberschreiten. Die Linien werden zu Staatsgenzen, die in beide Richtungen staendig ueberschritten werden.
Grenzen ueberschreiten steht als Metapher auch fuer persoehliche Grenzen von Individuen. Das oeffnen, das zulassen des Ueberschreitens von Grenzen ist, Aufgund wechselnder Verhaeltnnisse in der globalen Gesellschaft, eine Notwendigkeit die wohl jeder von uns wiedererlernen muss.

Gerade in den Zeiten der EU Erweiterung, der Ausdehnung und Abschaffung von Grenzen, erscheit es uns wichtig, das Menschen die Notwendigkeit der Aenderung von verhaerteten innernen Einstellungen erkennen und zuzulassen koennen.
Nicht die Arbeitsplaetze sind gefaehrdet, sonderen die Idee eines gemeinsamen Europas, das zusammenwirken (nicht die Aufloesung) von Kulturen wird durch Uebergangsfristenregelungen und rasisstische Einstellungen stark erschweert!

Wir verwenden Lichtschranken, Sound und Visualisierungsmittel um das Spiel umzukehren und es in den oben genannten anderen Kontext zu transferieren.

Die Worte und die Rytmik des Spiel wird zum Teil erhalten, um die Tradition nicht zu brechen und zu anderen Teilen ausgetasucht um es an die veraenderten Umweltbedingungen anzupassen.

blackborder:

Research:

http://www.google.com/search?hl=en&lr=&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=wer+hat+angst+vorm+schwarzen+mann&btnG=Search

http://www.uni-koeln.de/phil-fak/afrikanistik/down/expoplakat.pdf
http://www.uni-koeln.de/phil-fak/afrikanistik/down/expofolder.pdf
http://www.stadtrevue.de/index_archiv.php3?tid=420
http://www.modernpolitics.at/de/zeit_schritt/15/wer_hat_angst.htm
http://www.argekultur.at/kunstfehler/ShowArticlePrint.asp?AR_ID=156&KF_ID=13
http://www.cap.uni-muenchen.de/aktuell/medien/2003/2003_01b.htm
http://www.lebenswissen.de/dasjahr/gewusst/0104/index-010430.htm?http://www.lebenswissen.de/dasjahr/gewusst/0104/010430.htm
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/16974/1.html
http://www.google.at/search?q=cache:EvRyETjNvWkJ:www.klugscheiss.de/Archiv_A-G/Archiv_O-S/body_archiv_o-s.html+%22wer+hat+angst+vorm+schwarzen+mann%22+herkunft+spiel&hl=de&ie=UTF-8

http://www.radiobremen.de/online/unhcr/

http://www.acclaim.com/games/trickstyle/quicktimes.html
Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann? Niemand! Und wenn er aber kommt? Dann laufen wir davon! Kaum einer, der dieses Spiel aus seiner Kindheit nicht kennt. Aus aktuellem Anlass mˆchte ich hier gerne erkl‰ren, woher dieses Fangspiel seinen Ursprung hat: Als in Europa vor einigen Jahrhunderten die Pest w¸tete, fanden viele Menschen den Tod. Soviele, dass es unmˆglich war, sie einzeln auf den Friedhof zu bringen. Deshalb wurden sie gleich dutzendweise mit Karren zur Beerdigung befˆrdert. Dies war eine undankbare Aufgabe f¸r die Totengr‰ber- man konnte sich leicht anstecken. Um sich zu sch¸tzen, trugen sie lange schwarze M‰ntel mit Kapuzen und schwarze Handschuhe. Jeder, der diese schwarzen Gestalten sah, lief vor ihnen davon, weil sie Angst hatten, sich bei ihnen anzustecken. Sie hatten alle Angst vor dem ìSchwarzen Mannî.
Zur Erinnerung an diese schlimme Zeit spielen Kinder dieses Spiel. Es hat also ¸berhaupt nichts mit einem rechtsextremistischen Hintergrund zu tun.
(Quelle: Baumann und Ehrenwierth: Heimat- und Sachkunde 4, M¸nchen 1984)



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Analyse des Spiels nach Rules of Play: (Salen and Zimmerman) - Unit 4: Games as Cultural Enviroment

Beim durchlesen des Kapitels bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es sich recht schwierig gestalltet ein konventionelles Spiel nach den Mitteln zu durchforschen, da das Buch sich wohl mehr an Cyberspace Beispielen orientiertiert. Well, trodem ist es moeglich die kulturellen Aspekte aus dem Spiel verauszufiltern.

Erst einmal nach der Einteilung der Drei Typen von Regeln nach denen Spiele angeblich funktionerien sollen:

Ei(n)erstens: Konstitutive Regel(e_)n, die mathematisch logischen Funktionen nach dem das Spiel funktioniert.
Zweierstens: Operative Reg(e)len, die eigentlichen "Rege(l)n des Spiel(S)".
Dreierstens: Todgeschwiegene Regel(n_) die das Spiel eigntlich bestimmen. (Implizierte), also das was eh klar ist.
Alles klar?

Zu unserem Bei-(spiel_) zurueck zu Ei(n)erstens.: mathematisch logischen Funktionen

Hmm die mathematisch-, logischen Funktionen unseres Spiels sind entweder klarlogisch oder auch nicht, das kommt es schon ganz auf den Winkel der Betrachtungsweise an. So wie immer halt. Gut, also logisch ist einmal, dass die, die ueber der Grenze leben, gerne drueber moechten, auf die anderne Seite {(im)migrieren}.
Da kann man jetzt anfangen, die Grenzen als mathematisch-, logische Trennlinienfunktionen zu sehen, oder noch eher den Winkel des Eintritts des Immigranten in das Niemandsland als den wichtigsten mathematischen Wert des Spiels betrachten.

Logisch ist weiter, dass der der auf der "Guten" Seite der Grenze lebt, nicht will das der eine von der anderen Seite, der "Boese" halt, da drueberkommt ueber die Genze.
In der von uns vorgeschlagenen Variante des Spiels wird genau diese Verhaltensweise "Boese". Der Landesschuetzer, der logischerweise nicht zulassen will das da einer in sein Terretorium eintritt wir einfach mal als "Schwarzer Mann" betititelt. Was das allerdings fuer Kulturelle Auswirkungen hat moechte ich lieber nicht naeher ausfuehren.
Logisch, oder?

Kinder die das Ursprungsspiel spielen werden logischerweise Fremdenhasser, bekommen Angst vor den Schwarzen!
Auch logisch, oder nicht?

Zu unserem Beispiel Zweierstens: eigentlichen "Rege(l)n des Spiel(S)

Das ist bezueglich dem allerersten Absatz auf der Seite. Was gibst das da zu Analysierne? Spielregeln sind so wie sie sind. Die einen Rennen von einer Linie ueber die andere. Einer Faengt die Migranten ein. Interressant ist der Aspekt, das eine Gefangenener zum Helfer wird, der dem Faenger (Grenzschuetzer) zu helfen beginnt, aber nicht selber fangen darf.
So ein Immigrant, ist er einmal gefangen, kennt sich nicht mehr aus. Er weiss nicht mehr zu welcher Seite er jetzt gehoert. Er ist ja zum Verweilen im Niemandsland verdammt und damit er wenigstens etwas zu tun hat, wenn er schon nicht ueber die Grenze darf, faengt er halt an dem Grenzschuetzer zu helfen, wird selbst zum Helfer dabei sein Herkunftsland und, oder sein Wunschzielland zu schuetzen.

Zu unserem Beispiel Dreierstens: Implizierte Regeln

Von diesen Regeln gibts nun eine ganze Menge in dem Spiel. Da darf sich jeder selber Gedanken machen ueber die nichtgschrieben Gesellschaftsregeln durch die dieses "Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann" Spiel bestimmt werden.
An was fuer Konventionen muss "Man" sich halten wenn "Mann" dieses Spiel spielen moechte?

Andere Punkte zur kulturellen Wirkung dieses Spiels:

Nun meiner Meinung nach wirkt sich das Spielen dieses Spiels in der Volksschule und im Kindergarten gravierend auf die weitere sozialisation von oesterreichischen, schweizer und deutschen Kinderen aus.
Nachdem ich das Spiel im Kindesalter spielte, hatte ich tatsaechlich Angst vor jedem dunkelhauetigen Menschen der mir auf der Staasse begegnete, traeumte von boesen schwarzen Maennern. Sind nun auch die Kaminkehrer boese, oder die Maenner mit in den schwarzen Anzuegen? Schwarz hat mit Tod zu tun und der ist alles andere als gut, zumindest nachdem man weiss das man davor davonlaufen muss!


<TAK.> Tag NUMMER Drei. Aufgabe NUMMER Drei. Team NUMMER Zwei.

Durch das verkehren des Inhalts (der Grenzenhueter/Gesetzeshueter wird zum schwarzen Mann) versuchen wir den in sich absurden Spielablauf (die Gefangnen werden zu Helfern des Schwarzen Mannes, fuerchen sich also nicht mehr von ihm) dermassen umzudrehen, das sich die Grenzen anfangen in sich aufzuloesen.

Um das zu erreichen, versuchen wir die einfachen Texte die von dem Spielern waehrend dem Spielen gerufen werden, mit anderen Wortlauten, bei gleichebleibender Rhytmik, dermassen abzuaendern, dass die unterschwellig mitschwingende Message des Spiels wiederum zu einem Paradoxum geformt wird.

Das zusaetzliche einfuehren eines Zeitlimits soll die Moeglichkeit der zeitlichen Beschraenkung von gesellschafltichen Phenomenen und Konventionen symbolisieren und dem Spiel zu einem schnellern Handlungsverlauf verhelfen.

Bewusst kann das Spiel nur von groesserne Gruppen und nicht von weniger als 2 Spielern gespielt werden. Es wird auch nicht dahingehend modifiziert, das es sich eben um ein Gesammtgesellschaftliches Phenomen handelt, das oft nicht zur Wirkung kommt bzw nicht vorhanden ist, treffen sich nur 2 Menschen. Das Verhalten von Personen in der unbeobachteten und somit intimen Zweierbegegnung ist deutlich zu unterscheiden von dem Gruppenverhalten und Ausgrenzung und Grenzen werden oft deutlich unterschiedlich gesetzt. Die thematisiert Problematik ist eindeutig eine Gruppendynamisch/Massenmedial gepraegte Verhaltensweise.

So long 4 today.
|bin/sh

<TAK.>