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"Publikationen aus dem Bereich Archäometrie"
"Kooperationen und Sponsoren Bereich Archäometrie"
"Projekte aus dem Bereich Archäometrie"
Zum Begriff Archäometrie
Der Begriff Archäometrie umfasst naturwissenschaftliche Methoden, die - in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftern und Archäologen - zur materialanalytischen Untersuchung archäologischer Funde herangezogen werden.
Dieser Forschungsbereich liefert Kenntnisse über die in verschiedenen Kulturepochen verwendeten
Roh- und Werkstoffe und Herstellungsverfahren.
Durch die Ergebnisse der Materialanalysen können einerseits wertvolle Beitraege zur Herstellungstechnik, zur Provenienz und zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut geleistet, andererseits Einblicke in soziale und wirtschaftliche Gegebenheiten gewonnen werden.
Zur Geschichte des Labors
Das chemische Laboratorium an der Universität für angewandte Kunst Wien zählt zu den ältesten Einrichtungen dieser Art in Europa.
Dieses Labor wurde bereits im Jahre 1877 an der damaligen Kunstgewerbeschule am Stubenring eingerichtet und diente zunächst ausschliesslich der technischen Unterstützung der Künstlerinnen und Künstler. Im Gegensatz dazu gründete man im Jahre 1888 das Chemische Laboratorium der Königlichen Museen zu Berlin mit der Absicht, die Kooperation von Naturwissenschaftern und Archäologen zu ermöglichen und kam somit einer langjährigen Forderung der Archäologen nach. Nach dem Vorbild dieses seinerzeit von Friedrich Rathgen geleiteten Labors in Berlin, richtete man an zahlreichen Museen naturwissenschaftliche Laboratorien ein.
Zusätzlich zur Lehrkanzel für Technische Chemie gab es an der Akademie für angewandte Kunst seit den 1950er Jahren die Versuchsanstalt für Silikatchemie, die sich hauptsächlich mit präparativer Keramik befasste. Daraus ging in den 1980er Jahren das Institut für Silikatchemie und Archäometrie (ISCA) der Hochschule für angewandte Kunst in Wien hervor.
Mit der Gründung des Institutes für Konservierungswissenschaften und Restaurierung - Technologie (ICORT) an der Universität für angewandte Kunst Wien im Jahre 2000 wurden 2 Institutionen eingerichtet: das Ordinariat fuer Technische Chemie und die Abteilung Archäometrie.
In der jetzigen Universitätsstruktur gibt es am Institut für Kunst und Technologie die Abteilung Technische Chemie-Science Visualization und die Abteilung Archäometrie.
Universitäre Lehre an der Angewandten
Naturwissenschaftliche Ausbildung von Studierenden der Studienrichtungen Konservierung und Restaurierung, Malerei und Graphik, Bildhauerei und Industrial Design und Produktgestaltung in Physik, Chemie, Biologie, Laborpraxis, Mikroskopie, Farbenlehre, Farbenchemie, Werkstoffkunde, Naturfarbstoffe, historische Färbetechniken, Rasterelektronenmikroskopie, Archaeometrie, Röntgendiffraktometrie, Farbstoff- und Faseranalytik.
Aktuelle Forschungsaktivitäten
Naturwissenschaftliche Untersuchungen an archäologischen Metall-, Keramik- und Textil-Objekten
- Prospektion auf antik genutzte Rohstoffvorkommen
- Materialanalytik zur Klärung des Aufbaus, der Herstellungsmethode und
des Alters von Objekten
- Herkunftsbestimmung von antiker Keramik
- Experimente zu historischen Herstellungstechniken im Bereich Keramik,
Metall und Textil
- Archivierung und Erweiterung der Sammlung von Referenzmaterialien für
die Metall-, Keramik- und Textilforschung
- Erweiterung der Referenz-Datenbanken von Rohstoff- und
Objektanalysen
Sonstige Aktivitäten
- Gutachtertätigkeit
- Vortragstätigkeit bei nationalen und internationalen Tagungen
- Lehrtätigkeit im Bereich Naturfarbstoffe an universitären Einrichtungen des In- und Auslandes
(z.B. Fachhochschule Köln und Staatliche Akademie der Bildenden Künste
Stuttgart)
- Spezielle Ausbildungsprogramme für RestauratorInnen und
ArchäologInnen
- Programme für Lehrerfortbildung und Erwachsenenbildung
Untersuchungsmethoden
- Auf- und Durchlichtmikroskopie
- Elektronenmikroskopie (ESEM/EDX)
- Mikrofotografie und Bildanalyse
- Metallanschliff- und Dünnschliff-Analyse
- Schwermineral-Analyse
- Thermolumineszenz-Analyse
- Röntgendiffraktometrie
- Versuchsbrände in keramischen Öfen
- Differentialthermoanalyse, Dilatometrie
- Dünnschicht-Chromatographie
Spezielle Forschungsgebiete
- Metallanalyse (Kupferwerkstoffe)
- Korrosions- und Patinaforschung: in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Technische Chemie-Science Visualization
- Keramikanalyse (antike Keramik)
- Archäogeologie
- Altersbestimmung mittels Thermolumineszenz
- Pigment- und Farbstoffanalytik
- Faseranalytik
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