Lehr- und Forschungsschwerpunkte des Bereichs Kommunikationstheorie werden durch das Leitthema Medien- und Kommunikationsgeschichte "Von elektrischen und elektronischen Medien" bestimmt.
Mediengeschichte - also die Erfindungs-, Durchsetzungs- und Nutzungsgeschichten von Medien - wird zu einer immer wichtigeren Darstellungsbereich, gerade auch kuenstlerischer, entwerfender und gestalterischer Praxis. Wie ist dies zu erklaeren?
Immer deutlicher wird, dass die technologischen, speichertechnischen, druck- und transporttechnischen Modernisierungen der letzten 200 Jahre eine Medienevolution eingeleitet haben, deren Massivitaet in den heutigen globalen Systemen der Fernanwesenheit sinnfaellig wird. Mit ihr verbindet sich eine Veraenderung der Sinnlichkeiten, der Wahrnehmung, der Fiktion und Illusion usw. Die wechselseitige Abhaengigkeit von Medien-, Nutzungs- und Sinnenevolution erzeugten Brueche und unumkehrbare Veraenderungen im Selbsverstaendnis von wissenschaftlicher Forschung, Ingenieurswissen, Entwurfsdenken und Aesthetik. Die Entwicklung der sinnlich-geistigen Bezuege des Menschen zu seinen Umgebungen, die Veraenderungen der Medien, ueber die diese mit erzeugt werden und die Veraenderung der Kommunikationsanforderungen und -leistungen werden deshalb in Seminaren und sonstigen Veranstaltungen bezogen auf kuenstlerische und wissenschaftliche Ausbildung dargestellt und diskutiert.
Im Rahmen der vormaligen Lehrkanzel hat sich, in Erweiterung der grundstaendigen Lehrangebote, ein mehrdisziplinaeres Forschungsforum MEDIEN-WELTEN gebildet. Ebenso ist im Bereich Kommunikationstheorie das vom Fonds zur Foerderung Wissenschaftlicher Forschung/FWI gefoerderte Forschungsprojekt "CYBER-POIESIS" angesiedelt, Leiter ist Gastprof. Dr. Fassler, Forschungsassistent Dr. Mag. Stefan Weber.
www.cyberpoiesis.net
LEHRVERANSTALTUNGEN VON WALTER SEITTER:
Medientheorie/Mediengeschichte
PS 2std., Donnerstag 13.15-14.45, HS 3.
Vorstellung unterschiedlicher Auffassungen von Medium und der Grundzüge der Mediengeschichte.
Physik der Kunst
Vorlesung 2std., Donnerstag 15.15-16.45, HS 3.
1. Existenzweise der Kunstwerke: entweder dinglich oder ereignishaft. 2. Eigenschaftsdimensionen von Kunstwerken: materiell, phänomenal, funktional, spirituell, historisch, topographisch. 3. Materielle Parameter für das Wesen der Kunst: vielheitlich-einheitlich, wahrscheinlich-unwahrscheinlich, tot-lebendig
Klossowski-Seminar Seminar 2std., Montag 16.15-17.45, Seminarraum
Lektüre von Texten von Pierre Klossowski, Georges Bataille und Jacques Lacan im Hinblick auf eine mögliche Anthropologie der Ökonomie, der Politik, der Kunst und der Religion.
Ästhetik und Politik
Übung 3std., Montag 19.30-22.00, Lehrkanzel: Seminarraum
Ästhetik und Politik bezeichnen zwei Verhältnisse, die die Menschen vollziehen müssen: Wahrnehmung und Entscheidung. In Vorträgen werden philosophische, wissenschaftliche und künstlerische Beiträge dazu vorgeführt.
Stadtbesprechung Übung 3std., Samstag, Telefonische Anmeldung
An wechselnden Orten in der Stadt wird versucht, Wissen, Sehen und
Sprechen so aufeinander zu beziehen, daß eine aktive kognitive Buegerschaft
geübt wird. Stadt als Medium und urbanistische Kunst.
Sprechstunde: Montag 15.15-16.00, Ordinariat, Postgasse 6..
MitarbeiterInnen
Leiter: Univ.-Prof. Dr.rer.pol. Manfred Fassler
Univ.-Ass. Mag. art. Zelko Wiener
VL Dr. phil. Walter Seitter
Univ,Lekt. Dr. phil. Gerda Lampalzer-Oppermann
Univ.Lekt. Michael Roselieb
Kontakt
Institut fuer Medienkunst
Kommunikationstheorie
Postgasse 6
1010 Wien
fon +43-1-71133/3550
|